Martin_Wohlers_Designmoebel_Objekte
 - Home 
 - Katalog 
 - Kunsttischlerei 
 - Herstellung 
 - Gestaltung 
 - Qualität 
 - Oberflächen 
 - Service 
 - Ausstellung 
 - Beispiele 
 - Rückblick 1 
 - Kontakt 
Rückblick         1974-82

Teil 1. Wie ich Möbelbauer wurde: Von den Anfängen bis zur Ausbildung zum Tischler

Limmerstr. 56 Hinterhaus

2) Immerhin fanden sich einige Interessenten für derartiges Mobiliar. Peu à peu waren auch qualitative Fortschritte zu verzeichnen: die Verwendung von Leim stabilisierte die Nagelverbindung, Moltofill-Spachtel auf den Schnittkanten und eine Lackierung mit Füller und Lack, verbesserte die Optik...


Der Möbelbau vor Ort hatte zwar durchaus Vorzüge, brachte aber Probleme mit sich, auch das Ausweichen auf Balkone war (zumal im Winter) nicht ideal.

Handkreissäge im Kombitisch, aber mit Absauge!

1979. Werkstatt in WG-Zimmer.

3) Also okkupierte ich ein unbenutztes Zimmer meiner Wohngemeinschaft. Das war eigentlich ganz vorteilhaft, führte aber zu häufigen Klagen anderer Hausbewohner z. B. wegen gestörter Videoaufzeichnungen (es waren wohl nicht alle Geräte funkentstört), oder  Geräuschentwicklung, die bei Examensvorbereitungen störte.
 

Wieder war eine Alternative gefragt. Als ein Freund, der sein Pflanzen- und Keramik-Importlager von einer halben auf zwei ganze Garagen vergrößerte, mich fragte, ob ich von ihm die halbe mieten wolle, griff ich zu:  Das war 1980 schon fast der Aufstieg zur Garagenfirma!

Hey Albrecht, vorsicht die Locken!

Damals wie heute: man gibt sich Mühe. Hier zusammen mit Freund und Mitstreiter Albrecht Englert

schon besser (1981)

5) ...die mich zumindest in fachlicher Hinsicht weiter nach vorn brachte.

Nische im Treppenhaus

1) 1974 machte ich meine ersten Versuche in Sachen Inneneinrichtung und Möbelbau. Sie entsprangen zunächst meinen Grundsätzen vom Konsumboykott. Die Konstruktion war recht einfach: vier Kalksandsteine, darauf ein Schalbrett, dann vier Kalksandsteine, wieder ein Schalbrett... Nicht nur stilistisch war das Ganze eher dem Bereich Hardcore zuzuordnen, paßte aber recht gut zum übrigen Wohnumfeld. Auf Illustrationen verzichte ich hier  vorsichtshalber...


Inspiriert durch Auslandsaufenthalte und motiviert, der (klein-) bürgerlichen Kultur, im Bereich Einrichten und Wohnen, eine eigenständige Alternative entgegen zu setzen, entwickelte und baute ich ab 1975 meine nächste Wohnungseinrichtung.


Die einzelnen Elemente waren in Form und Größe auf ihre Funktion reduziert, aus Spanplattenzuschnitten zusammengenagelt und mit schwarzer Abtönfarbe gepinselt. Die Einrichtung markierte zugleich auch eine Alternative zum kommoden Lifestile mit Antiquitäten, die man damals häufig auf dem Sperrmüll fand.

Kalle und Yvonne

Nicht schön, aber selten. Zwischen Weihnachten und Sylvester `78 auf einem Balkon angefertigtes kompaktes Audio -TV Möbel.

Zinken

1980. Inzwischen beschäftigt man sich mit Vollholz und Holzverbindungen.

helle Freude?

4) Dennoch waren die Ergebnisse nicht immer dazu angetan, die Werke mit heller Freude zu betrachten.
Um dem entgegen zu wirken, und bestärkt durch gutgemeinte Ratschläge seitens meiner Familie (Junge, du mußt doch einen anständigen Beruf lernen) entschloß ich mich zu einer Tischlerausbildung...

Naja

6) An dieser Stelle möchte ich denen danken, die das Ihre dazu beigetragen haben:

  • Meister Siegfried Kluge (“ein Tischler kann alles”)
  • Berufsschullehrer Raimund Hertram (“an den Spänen erkennst du den Mann” und “der Wohlers ist ein Idealist”)
  • Meister Kurt Meier (“messe zweimal, schneide einmal” und “die Leute sollen sich nicht die Werkstatt ansehen, sondern das was raus geht”)
     

Im übrigen übte die räumliche Einheit von Arbeiten und Wohnen, die ich ja bereits praktiziert hatte, weiterhin einen starken Reiz auf mich aus, so daß ich noch einmal rückfällig wurde, wenn auch nur ganz leise.
Der Altbau, in dem ich wohnte, hatte früher Toiletten auf halber Treppe, diejenige die zu unserer Wohnung gehörte, davor noch eine Nische. Beides trennte ich mit einer Tür ab, so entstand der 3m² große Raum, den man unten links sieht. Vorteilhaft durch seine Nähe, aber die Platzverhältnisse...


Wieder stand Veränderung an.

eine Seite zurück blättern eine Ebene hoch eine Seite vor blättern

Fragen oder Kommentare bitte an den Webmaster © 1999-2013 Martin Wohlers